KI-Vertriebsagent für Fenster und Türen
Ein europäischer Anbieter im Bereich Fenster, Türen und Sonnenschutz wollte Händleranfragen in vier Märkten qualifizieren, ohne das Vertriebsteam zu verdoppeln. Wir haben einen mehrsprachigen Vertriebsagenten gebaut, der Händler über Website, E-Mail und Formular qualifiziert, Angebote vorbereitet und alles in HubSpot spiegelt. Heute im Einsatz in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien.
Ausgangslage
Der Auftraggeber ist im B2B-Geschäft tätig — Verkauf an Fachhändler, nicht an Endkunden. Anfragen kamen aus mehreren Ländern, in mehreren Sprachen, mit unterschiedlichem Qualifizierungsgrad. Die internen Vertriebsmitarbeitenden sprachen Deutsch, mit Lücken im Spanischen und Italienischen. Anfragen aus diesen Märkten blieben oft Tage liegen, bevor sie sinnvoll bearbeitet werden konnten. Gleichzeitig sind die Margen im Fenster- und Türengeschäft so eng, dass eine Verdoppelung des Vertriebsteams keine reale Option war. Der Auftraggeber suchte einen Weg, die Erstqualifizierung zu automatisieren, ohne die Wertigkeit des persönlichen Kontakts im weiteren Verlauf zu verlieren.
Lösung
Wir haben einen B2B-Vertriebsagenten gebaut, der unter einem festen Namen auftritt und auf Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch antwortet. Der Agent erkennt seriöse Händleranfragen, fragt strukturiert nach Sortiment, geographischem Wirkungsbereich, bisherigen Lieferanten und Bedarfsvolumen. Er beantwortet technische Fragen zu Profilen, Verglasung, Lieferzeiten und Ausstellungsmaterial — alles aus einer kuratierten Wissensbasis, die mit dem Vertriebsleiter abgestimmt wurde. Qualifizierte Kontakte werden direkt in HubSpot synchronisiert, mit vollständiger Konversationshistorie, Bewertungs-Score und Zuordnung zum richtigen Außendienst-Mitarbeiter im jeweiligen Markt. Spam, ungeeignete Anfragen oder Endkunden werden gefiltert oder höflich umgeleitet. Die Lösung läuft auf der Plattform unserer Schwesterfirma N44, die spezialisiert auf die Fenster-, Türen- und Sonnenschutzbranche ist.
Ergebnis
Der Agent ist in vier Märkten produktiv — Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien. Anfragen werden rund um die Uhr in der jeweiligen Sprache beantwortet, qualifizierte Leads landen im HubSpot des Auftraggebers, das Vertriebsteam arbeitet nur noch mit qualifizierten Kontakten. Konkrete Zahlen — Anfragenvolumen, Conversion-Raten, Umsatzentwicklung — sind unter NDA und werden auf Anfrage in vertraulichen Gesprächen geteilt.
Was wir daraus gelernt haben
Vier Punkte, die das Projekt geprägt haben. Erstens: B2B-Vertrieb ist Vertrauenssache. Ein Agent, der zu offensichtlich ein Bot ist, scheucht Händler ab — wir haben viel Zeit in den Tonfall pro Sprache investiert, in idiomatische Fragen, in das richtige Maß an technischer Präzision. Zweitens: technische Tiefe in der Wissensbasis ist kritisch. Händler stellen technische Fragen, die Endkunden nie stellen würden — U-Wert-Berechnung im konkreten Aufbau, Profilkompatibilität zwischen Marken, Garantiezeiten im Detail. Wer hier oberflächlich antwortet, verliert die Anfrage. Drittens: HubSpot-Hygiene. Ohne saubere Pipeline-Stages und klare Lead-Bewertung verschwindet selbst der beste KI-Vorteil. Wir haben gemeinsam mit dem Auftraggeber die HubSpot-Struktur überarbeitet, bevor der Agent live ging. Viertens: Skalierung in neue Sprachen ist deutlich günstiger als der erste Markt. Der erste Markt — Deutschland — hat den größten Aufbau verschlungen. Jeder weitere Markt war ein Bruchteil davon. Wer also einen mehrsprachigen B2B-Vertrieb plant, sollte den ersten Markt sauber bauen und die folgenden ableiten.
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